Führungskräfteentwicklung im „Reflecting Team“

Führungskräfteentwicklung im „Reflecting Team“

Führungskräfte bewegen sich in komplexen und sich schnell verändernden Umwelten, oft in einer ‚Sandwichposition‘. Die Erwartungen an Klarheit, Handlungsfähigkeit und Präsenz ist von allen Seiten hoch. Wie kann man die einzelnen Führungskräfte stärken, gleichzeitig das Team und die Organisation? „Reflecting Teams“ sind dafür eine effiziente Methode.

Wie funktionieren Reflecting Teams?

Fünf bis sechs Führungskräfte kommen für 4h mit einem Berater zusammen, sie sind bereits vertraut mit der Methode. Wer hat einen „Fall“ dabei, der auf den Nägeln brennt?

Der Berater führt zunächst ein Interview mit dem Fallgeber, um möglichst viele Informationen aus der Perspektive des Betroffenen zu erfahren: Was ist das konkrete Anliegen? Wer ist beteiligt? Was wurde bereits versucht? Wo gab es Ausnahmen zu dem „immer“? usw.

Die anderen Führungskräfte sind das Reflecting Team – sie beteiligen sich nicht aktiv am Gespräch, sondern hören aufmerksam zu.

Nach ca. 20 Minuten wechselt das Setting: Jetzt denkt das Reflecting Team laut über das Gehörte nach. Diese Gedanken und Ideen werden dabei in einer wertschätzenden und unterstützenden Art geäußert, Ziel ist es neue Perspektiven, Stärken (Ressourcen) und Lösungsoptionen zu kreieren. Gern verrückt, immer wertschätzend.

Anschließend tauschen sich der Fallgeber und Berater noch mal über das Gehörte aus und über die Gedanken und Impulse, die beim Zuhören entstanden sind, der Fallgeber kann ein Fazit für sich ziehen. Dann geht es weiter mit der nächsten Runde.

So ist der Ablauf von Reflecting Teams – und sie sind eine kraftvolle und effiziente Maßnahme zur Führungskräfteentwicklung. Die systemische Therapie hat hier die Vorlage geliefert: Die Trennung des ratsuchenden und des ratgebenden Systems, der aktive und bewusste Wechsel der Interview- und Reflektionsebene und der lösungs- und ressourcenorientierte Fokus machen das Besondere an dieser Methode aus.  Und das ist wirkungsvoll: in relativ kurzer Zeit entsteht eine bemerkenswerte Lösungsqualität – diese Erfahrung habe ich in vielen Teams und Runden immer wieder gemacht.

Weiterhin zahlt diese Methode ein auf

  • Vertrauen und Kollegialität in Führungsteams
  • Auf eine Kultur der Kollaboration statt Konkurrenz
  • Auf die Lernfähigkeit der Organisation

Mehr erfahren? Kontaktieren Sie mich.

Susanne Moosdorf

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